Die Idee hinter
„Panterra Nova“

Angefangen hat alles mit einer Zahnbürste. Was absurd klingt, lässt sich einfach auflösen: Die Idee zu „Panterra Nova“ kam mir beim Zähneputzen nach einem gemütlichen Fernsehabend.
Begeistert von Dystopien verschlang ich zu dieser Zeit alles, was mit futuristisch-düsteren Welten zu tun hatte. Tribute von Panem machte den Anfang. Ich war fasziniert, hätte mir gleichzeitig aber auch gewünscht, noch mehr über die Entstehung von Panem zu erfahren. Warum also nicht eine dystopische Welt „erschreiben“, in die Leser nicht einfach hineingeworfen werden, sondern quasi live miterleben, wie sie erschaffen wird?
An besagtem Filmabend im Dezember 2016 sahen mein Mann und ich den Film „In time“ mit Justin Timberlake und Amanda Seyfried. Anschließend grübelte ich beim Zähneputzen weiter: Was für ein genialer Gedanke, der diesen Film trägt! Deine Zeit läuft irgendwann ab. Fertig. Mehr war es nicht und mehr brauchte es nicht. Eine ganz einfache Idee, ein Gedanke, der eigentlich schon immer da war.
Und dann hat es KLICK gemacht: Menschen wollten schon immer in der Lage sein, sich Wünsche zu erfüllen. Schon in uralten Märchen geht es um Zeiten „in denen Wünschen noch geholfen hat“. Das war sie: die Geburtsstunde meiner Wunschdenker!
So weit – so ungenügend. Charaktere sind das eine, doch ohne gute Geschichte reichen die nicht aus. Außerdem war ja damit die Entstehung meiner dystopischen Welt noch nicht geklärt. Wieder einen Krieg als Ursache wollte ich nicht. Irgendwie realistisch sollte es dann auch noch sein. Also warum nicht die natürlichen Katastrophen der Erde „nehmen“ und jemanden damit Roulette spielen lassen? Blieben zwei Fragen zu beantworten:
1) War diese Plot-Idee realistisch? – Geologische Katastrophen, die sich durch Menschenhand verschlimmern… aber klar! Auch wenn ich das natürlich auf die Spitze getrieben habe. Doch dafür ist es ja auch ein fiktiver Roman und kein Sachbuch.
Und 2) Reicht diese Idee aus, um die Welt, wie wir sie bisher kennen, zu zerstören? – Allemal!
Das Ergebnis dieser Grübeleien ist mein geologisch-dystopischer Jugendroman „Panterra Nova – Die Suche“, bei dem natürlich auch eine packende Liebesgeschichte nicht fehlen durfte.